Marion Prediger – DIMA Dialog | Coaching – Sparring – Beratung

Mobbing am Arbeitsplatz: Finde zurück in Deine innere Stärke

Wenn Worte zu Waffen werden

Mobbing beginnt selten mit einem Paukenschlag. Es beginnt mit einem schiefen Blick. Einem abfälligen Kommentar. Einem Lachen, das zu lange nachhallt. Vielleicht kennst Du das. Im Büro wirst Du systematisch übergangen. In Meetings ignoriert. In E-Mails nur noch im Verteiler geduldet. Oder im privaten Umfeld subtil ausgegrenzt.

Was viele unterschätzen: Mobbing ist kein „Konflikt unter Kollegen“. Es ist ein Prozess. In der Psychologie spricht man von wiederholtem, systematischem Verhalten mit dem Ziel der Ausgrenzung. Und genau diese Wiederholung zermürbt. Dein Selbstwert schrumpft. Deine Gedanken kreisen. Dein Körper sendet Stresssignale.

Was Mobbing mit Deinem Nervensystem macht

Unser Gehirn unterscheidet kaum zwischen sozialer und physischer Bedrohung. Wenn Du dauerhaft abgewertet wirst, springt Dein Stresssystem an. Cortisol wird ausgeschüttet, Dein Körper geht in Alarmbereitschaft. Kurzfristig sinnvoll. Langfristig fatal.

Vielleicht erkennst Du Dich in einem der klassischen Stresstypen wieder. Der Kämpfer, der irgendwann explodiert. Der Rückzügler, der verstummt. Oder der Perfektionist, der versucht, durch noch mehr Leistung endlich Anerkennung zu bekommen. Jeder dieser Stresstypen hat seine eigene Dynamik. Und jeder zahlt einen Preis.

Die Folgen sind real. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, psychosomatische Beschwerden. Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin berichten Betroffene deutlich häufiger von emotionaler Erschöpfung. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist eine normale Reaktion auf anhaltenden Druck.

Warum Wegducken nicht funktioniert

Viele hoffen, es werde „von allein besser“. Spoiler: Wird es meist nicht. Mobbing lebt von Schweigen und Unsicherheit. Wer nichts sagt, signalisiert unfreiwillig Toleranz.

Das bedeutet nicht, dass Du sofort die große Konfrontation suchen musst. Aber es heißt, dass Du Dir Klarheit verschaffen solltest. Was genau passiert? Seit wann? Wer ist beteiligt? Eine sachliche Dokumentation hilft Dir, das diffuse Gefühl von Ohnmacht in konkrete Fakten zu übersetzen. Das stärkt Deine Selbstwirksamkeit, also das Vertrauen in Deine Fähigkeit, etwas verändern zu können.

Raus aus der Ohnmacht: Konkrete Schritte

Erstens: Stärke Deine innere Stabilität. Klingt weich, ist aber harte Arbeit. Methoden zur Stressreduktion durch Achtsamkeit sind wissenschaftlich gut untersucht. Achtsamkeit bedeutet, Deine Gedanken wahrzunehmen, ohne ihnen sofort zu glauben. Du lernst, Abstand zwischen Reiz und Reaktion zu schaffen. Genau dort entsteht Handlungsspielraum.

Zweitens: Suche Dir Verbündete. Das können Kollegen sein, der Betriebsrat oder externe Unterstützung. Allein gegen ein System anzutreten ist selten erfolgreich.

Drittens: Kläre Deine Optionen. Manchmal ist ein moderiertes Gespräch sinnvoll. Manchmal eine offizielle Beschwerde. Und ja, manchmal ist ein Arbeitsplatzwechsel der gesündere Weg. Nicht jede Schlacht muss gewonnen werden, um als Sieger vom Feld zu gehen.

Warum Coaching hier den Unterschied macht

In belastenden Situationen ist der Blick verengt. Du siehst nur noch das Problem, nicht mehr Deine Möglichkeiten. Genau hier setzt strukturiertes Coaching an. Kein Tschaka-Tschaka. Keine Räucherstäbchen. Sondern klare Analyse, gezielte Intervention und ein lösungsorientierter Prozess.

Ich arbeitet mit Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Ich helfe Dir, Blockaden sichtbar zu machen und Deine Handlungsspielräume zu erweitern. Oft reichen wenige Sessions, um Muster zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln. Zwei bis vier Termine können genügen, um aus dem Gefühl der Ohnmacht in eine klare Position zu kommen.

Mobbing definiert nicht, wer Du bist. Aber wie Du damit umgehst, prägt Deinen weiteren Weg. Du musst da nicht allein durch. Und Du darfst Dir Unterstützung holen. Nicht, weil Du schwach bist. Sondern weil Du es Dir wert bist.

Wenn Du spürst, dass es Zeit ist, die Situation nicht länger mit Dir allein auszumachen, dann nimm Dir einen Moment für Dich. Ein geschützter Rahmen, in dem Du Deine Lage sortieren und erste Klarheit gewinnen kannst, ist oft der entscheidende Wendepunkt. Manchmal beginnt Veränderung mit einem einzigen, ehrlichen Gespräch.

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