Marion Prediger – DIMA Dialog | Coaching – Sparring – Beratung

Flugangst überwinden: Wenn Angst schon vor dem Urlaub beginnt

Wenn die Flugangst schon vor dem Urlaub beginnt

Eigentlich beginnt ein Urlaub mit Vorfreude. Reiseziele werden verglichen, Hotels angeschaut, vielleicht schon erste Pläne für den Strand oder die Berge gemacht. Doch bei manchen Menschen mischt sich früh ein ungutes Gefühl und Flugangst ein. Schon bei der Urlaubsplanung taucht der Gedanke auf: Muss es wirklich ein Flug sein?

Während andere entspannt Angebote vergleichen, läuft im Kopf ein anderes Programm. Turbulenzen, Enge im Flugzeug, Kontrollverlust. Spätestens auf dem Weg zum Flughafen wird die innere Anspannung spürbar. Der Koffer steht im Auto, die Autobahn zieht vorbei und der Puls steigt langsam an. Wenn schließlich das Boarding beginnt, reagiert auch der Körper. Herzklopfen, flacher Atem, angespannte Muskeln. Flugangst entsteht also selten erst im Flugzeug. Sie baut sich oft Schritt für Schritt auf.

Warum Flugangst oft mehr mit Kontrolle als mit dem Fliegen zu tun hat

Psychologen sprechen bei Flugangst von einer sogenannten spezifischen Phobie. Dabei bewertet das Gehirn eine bestimmte Situation als gefährlich, obwohl objektiv kaum Risiko besteht.

Der Grund dafür liegt in unserem emotionalen Alarmsystem. Ein Teil unseres Gehirns, die Amygdala, registriert mögliche Gefahren und löst automatisch Stressreaktionen aus. Das war in der Evolution sehr sinnvoll, denn schnelle Reaktionen konnten früher überlebenswichtig sein. Heute reagiert dieses System jedoch manchmal etwas übermotiviert. Vor allem dann, wenn Unsicherheit und Kontrollverlust zusammenkommen. Genau das passiert beim Fliegen.

Forschung zeigt außerdem, dass unsere Fähigkeit zur Emotionsregulation eine entscheidende Rolle spielt. Darunter versteht man die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und bewusst zu beeinflussen. Menschen mit guten Emotionsregulationsfähigkeiten sind nachweislich resilienter gegenüber Angst und Stress. Eine wissenschaftliche Untersuchung beschreibt diesen Zusammenhang zwischen Emotionsregulation, Resilienz und Angstsymptomen sehr deutlich.

Wenn Angst auch ein Hinweis sein kann

Flugangst entsteht selten isoliert. Häufig wird sie stärker, wenn im Leben ohnehin viel Veränderung passiert. Neue Verantwortung im Job, private Umbrüche oder hohe Belastung erhöhen das Stressniveau. Manchmal lohnt sich deshalb ein ehrlicher Blick nach innen. Welche Leben Veränderungen stehen gerade an? Welche Themen beschäftigen Dich vielleicht stärker, als Dir bewusst ist? Nicht selten steckt hinter der Angst eine größere Frage: wie kann man sein Leben verändern, wenn Unsicherheit immer wieder Entscheidungen beeinflusst?

Emotionen regulieren: So kannst Du Flugangst besser bewältigen

Angst zu ignorieren funktioniert selten dauerhaft. Viel hilfreicher ist es, zu verstehen, wie emotionale Reaktionen entstehen.  Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass Angstreaktionen stark mit der Aktivität der Amygdala zusammenhängen. Gleichzeitig kann der präfrontale Cortex, also der Bereich für rationales Denken, diese Reaktionen beeinflussen. Wenn beide Systeme gut zusammenarbeiten, lassen sich emotionale Stressreaktionen deutlich besser regulieren. Eine Forschungsarbeit zur neuronalen Verarbeitung von Angst beschreibt diese Mechanismen genauer. Genau hier setzen moderne Methoden der Angstbewältigung an.

Wie Coaching Flugangst Blockaden lösen kann

In meinem Coaching arbeite ich unter anderem mit dem emTrace® Emotionscoaching. Dieser Ansatz verbindet Erkenntnisse aus der Emotionspsychologie, der Gehirnforschung und der Wirkfaktorenforschung im Coaching. Der Fokus liegt darauf, emotionale Muster sichtbar zu machen. Erfahrungen hinterlassen im Gehirn sogenannte emotionale Spuren. Manche stärken uns, andere können uns blockieren. Wenn solche Auslöser erkannt und gezielt bearbeitet werden, verändert sich häufig auch die emotionale Reaktion. Gerade bei Ängsten zeigt sich oft, dass schon wenige strukturierte Coaching-Sessions ausreichen können, um neue Perspektiven zu entwickeln und festgefahrene Reaktionen zu lösen.

Veränderung beginnt oft mit einem neuen Blick

Flugangst bedeutet nicht, dass mit Dir etwas nicht stimmt. Sie ist in erster Linie ein Signal Deines Gehirns, das Dich schützen möchte. Der entscheidende Schritt besteht darin, dieses Signal zu verstehen und bewusst damit umzugehen. Dann wird aus einer belastenden Erfahrung oft etwas anderes. Ein Ausgangspunkt für Klarheit, Veränderung und mehr Vertrauen in Dich selbst.

Wirst Du schon beim Weg zum Flughafen unruhig? Lass uns gemeinsam Deine Flugangst lösen.

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